Häufige Fragen
Sie haben eine Frage zum Behandlungsablauf, den Kosten, den Einsatzgebieten oder allgemein zur Chiropraktik? Vielleicht werden Sie ja hier schon fündig. Ansonsten nehmen Sie gerne Kontakt zu mir auf.
Fragen zu Behandlungsablauf und Abrechnung
Was sollte ich zu meinem ersten Termin oder generell zu Terminen mitbringen?
Zum ersten Termin ist es wichtig, dass Sie den ausgefüllten Anamnesebogen mitbringen oder diesen vorab per E-Mail an mich senden. Alternativ haben Sie auch die Möglichkeit, den Bogen direkt online auszufüllen und digital an mich zu übermitteln. Sollte das nicht möglich sein, kommen Sie bitte mindestens 15 Minuten früher in die Praxis, da der Bogen recht umfangreich ist und etwas Zeit zum Ausfüllen benötigt. Sollten relevante Röntgen-, MRT- oder CT-Bilder vorliegen, bringen Sie diese bitte zum ersten Termin mit.
Für den Termin selbst kann es hilfreich sein, eine Flasche Wasser mitzubringen, damit Sie direkt nach der Behandlung etwas trinken können.
Ich bitte Sie außerdem, bei Terminen Socken zu tragen – aus hygienischen Gründen und für ein angenehmes Miteinander in der Praxis. Vielen Dank!
Wie kann ich in der Praxis bezahlen?
Die Bezahlung erfolgt direkt vor Ort nach dem Termin. Sie können bequem mit EC-Karte, Visa-Karte oder auch kontaktlos bezahlen.
Bitte beachten Sie, dass Barzahlung leider nicht möglich ist. Vielen Dank für Ihr Verständnis.
Was erwartet mich beim ersten Termin?
Beim Ersttermin geht es darum, Sie kennenzulernen – sowohl gesundheitlich als auch persönlich. Wir besprechen den Anamnesebogen, klären Ihre Ziele und Beschwerden und führen gezielte Tests durch, um den Zustand Ihres Nervensystems zu erfassen. Anschließend erfolgt bereits die erste chiropraktische Justierung.
Wie läuft der zweite Termin ab?
Der zweite Termin bietet die Möglichkeit, in Ruhe auf Fragen einzugehen, die sich seit dem ersten Termin ergeben haben. Ich bespreche die Ergebnisse der Tests und der Haltungsanalyse mit Ihnen und erläutere den individuell erstellten Behandlungsplan.
Zum Start der Behandlung erhalten Sie mein selbst verfasstes Gesundheitsmagazin – mit anschaulichen Erklärungen zur Chiropraktik, hilfreichen Informationen über das Nervensystem, kleinen Zitaten zum Innehalten und Ihrem ganz persönlichen Behandlungsplan.
Eine weitere Justierung gehört ebenfalls zum Ablauf.
Was ist das Ziel der Tests und Analysen?
Die Tests helfen dabei, den aktuellen Zustand Ihres Nervensystems und Ihrer Wirbelsäule einzuschätzen. So kann ich gezielt erkennen, wo Unterstützung nötig ist – und auf dieser Basis einen individuellen Behandlungsplan erstellen.
Was passiert bei den Folgeterminen?
In den Folgeterminen liegt der Fokus auf der Justierung – also dem Erkennen und Lösen von Blockaden in der Wirbelsäule, um die Funktion Ihres Nervensystems zu verbessern und Ihre Entwicklung weiter zu unterstützen.
Wie wird die Behandlung abgerechnet?
Die Abrechnung erfolgt auf Grundlage der Heilpraktiker-Gebührenverordnung (GebüH).
Je nach Tarif übernehmen private Krankenversicherungen, Beihilfestellen oder private Zusatzversicherungen einen Teil der Kosten. Auch einige gesetzliche Krankenkassen bezuschussen chiropraktische Behandlungen.
Bitte erkundigen Sie sich vorab bei Ihrer Versicherung, ob und in welchem Umfang eine Erstattung möglich ist.
Wie sehen die Kosten für eine Behandlung aus – vom Ersttermin bis zur Folgebehandlung?
Die Kosten für einen Besuch in meiner Praxis richten sich danach, um welche Art von Termin es sich handelt – und ob die Behandlung für einen Erwachsenen oder ein Kind gedacht ist.
Für Jugendliche & Erwachsene (ab 12 Jahre):
- Ersttermin (inkl. ausführlicher Anamnese, Untersuchung & erster Behandlung): 110 €
- Zweittermin / Kontrolltermin: 80 €
- Folgetermin (Behandlung): 65 €
Für Kinder (bis 11 Jahre):
- Ersttermin (inkl. ausführlicher Anamnese, Untersuchung & erster Behandlung): 95 €
- Folgetermin (Behandlung): 55 €
Fragen zu Chiropraktik
Wann kann Chiropraktik hilfreich sein – auch dann, wenn ich gerade keine Beschwerden habe?
Menschen kommen aus ganz unterschiedlichen Gründen in meine Praxis. Manche möchten akute Beschwerden wie Rückenschmerzen oder Verspannungen lindern, andere wünschen sich Unterstützung bei ihrer Gesundheit, obwohl sie aktuell keine Schmerzen haben – etwa im Sinne einer vorbeugenden, stärkenden Begleitung.
Chiropraktik kann in vielen Situationen hilfreich sein, zum Beispiel bei:
- Kopfschmerzen oder Migräne
- Rückenschmerzen – akut oder wiederkehrend
- Verspannungen
- Bandscheibenproblemen
- Ischiasschmerzen
- Beschwerden im Kiefergelenk
- Schlafstörungen
- Verdauungsproblemen
- Schwindel oder Erschöpfung
- chronischem Stress
- Haltungsveränderungen oder eingeschränkter Beweglichkeit
- und auch bei dem Wunsch nach mehr Energie, innerer Ausgeglichenheit oder einem gesunden Gleichgewicht im Alltag
Einige meiner Patientinnen und Patienten kommen regelmäßig zur Behandlung – nicht, weil sie Schmerzen haben, sondern weil sie ihr Wohlbefinden erhalten, verbessern oder aktiv fördern möchten. Gerade dann kann Chiropraktik helfen, die Funktion des Nervensystems zu stärken und mögliche Blockaden frühzeitig zu lösen – oft noch bevor sich Symptome bemerkbar machen.
Wichtig ist mir dabei: Diese Informationen sind keine pauschale Aussage oder ein Heilversprechen. In einem persönlichen Gespräch und nach einer genauen Untersuchung lässt sich am besten einschätzen, ob und wie Chiropraktik Sie unterstützen kann.
Was genau ist der Unterschied zwischen Chiropraktorin und Chiropraktikerin?
Auch wenn sich die beiden Begriffe sehr ähnlich anhören, gibt es deutliche Unterschiede – insbesondere in der Art und Dauer der Ausbildung.
Chiropraktorinnen und Chiropraktoren absolvieren ein akkreditiertes Vollzeitstudium in Chiropraktik, das – je nach Universität – vier bis sechs Jahre dauert und mindestens 5.000 Ausbildungsstunden umfasst. Die Ausbildung folgt internationalen Standards und ist weltweit einheitlich geregelt. Auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat klare Anforderungen an dieses Studium definiert.
In Deutschland ist der Begriff „Chiropraktor“ jedoch keine gesetzlich geschützte Berufsbezeichnung. Um hier praktizieren zu können, benötigen auch Chiropraktorinnen und Chiropraktoren eine Zulassung nach dem Heilpraktikergesetz.
Chiropraktikerinnen und Chiropraktiker dagegen sind häufig Heilpraktiker:innen, Physiotherapeut:innen oder andere Berufsgruppen, die chiropraktische Techniken in Form von Fort- oder Wochenendseminaren erlernt haben. Für diese Bezeichnung gibt es keine gesetzlich vorgeschriebene Ausbildungsdauer oder einheitliche Qualitätsstandards.
Daher ist es sinnvoll, sich über die Qualifikation der behandelnden Person zu informieren, wenn Sie sich für eine chiropraktische Behandlung entscheiden.
Ist Chiropraktik sicher?
Die kurze Antwort:
Ja – chiropraktische Behandlungen gelten als sehr sicher, wenn sie von einer qualifizierten Chiropraktorin oder einem Chiropraktor durchgeführt werden.
Die längere Antwort:
Chiropraktik ist eine sehr sichere und gut erforschte Behandlungsform. Wie bei jeder medizinischen Maßnahme kann es auch hier zu leichten, vorübergehenden Reaktionen kommen – z. B. zu Muskelkater, Spannungsgefühl oder leichter Müdigkeit. Diese Beschwerden verschwinden in der Regel innerhalb kurzer Zeit wieder.
Die Studienlage zeigt deutlich: Chiropraktik ist nicht nur sicher, sondern auch sehr effektiv – und mit einer hohen Patientenzufriedenheit verbunden. In einer Auswertung von über 50.000 Justierungen der Halswirbelsäule traten:
- bei 16 von 1.000 Personen vorübergehend leichte Benommenheit auf
- bei 15 von 1.000 Kribbeln in den Extremitäten
- und bei 4 von 1.000 leichte Kopfschmerzen.
Schwere Komplikationen wurden nicht festgestellt.
Ein häufiges Thema ist das vermeintliche Schlaganfallrisiko. Zwei große Studien aus Kanada und den USA mit insgesamt über 2.600 ausgewerteten Fällen zeigten: Personen, die einen Schlaganfall erlitten hatten, waren nicht häufiger bei Chiropraktor:innen in Behandlung als bei Hausärzt:innen.
Das Risiko ernsthafter Nebenwirkungen wird auf etwa einen Fall pro 100.000 bis mehreren Millionen Behandlungen geschätzt – und ist damit extrem gering. Zum Vergleich: Das Risiko, auf dem Weg zur Praxis in einen schweren Verkehrsunfall verwickelt zu werden, ist statistisch deutlich höher.
Quellen:
- Rubinstein SM. J Manipulative Physiol Ther 2008;31(6):461-4.
- Coulter ID, et al. Spine J 2018;18(5):866-79.
- Gaumer G. J Manipulative Physiol Ther 2006;29(6):455-62.
- Rafter N, et al. QJM: monthly journal of the Association of Physicians 2014.
- Jevne J, et al. Chiropr Man Therap 2014;22(1):37.
- Gouveia LO, et al. Spine (Phila Pa 1976) 2009;34(11):E405-13.
- Thiel HW , et al. Spine (Phila Pa 1976) 2007;32(21):2375-8; discussion 79.
- Cassidy JD, et al. Journal of Manipulative and Physiological Therapeutics 2009;32(2, Supplement 1) :S201-S08.
- Makary MA, Daniel M. Bmj 2016;353:i2139.
- Administration NHTS. Washington, DC: National Highway Traffic Safety Administration, 2013
Was ist das knackende Geräusch beim Justieren – und ist es wichtig für die Behandlung?
Beim Justieren kann es passieren, dass ein knackendes oder ploppendes Geräusch entsteht. Das klingt für viele ungewohnt, ist aber völlig harmlos. Es entsteht durch eine schnelle Druckveränderung im Gelenk, bei der sich winzige Gasbläschen in der Gelenkflüssigkeit bilden – ähnlich wie beim Öffnen eines fest verschlossenen Marmeladenglases, wenn sich der Unterdruck löst und ein kurzes Geräusch entsteht.
Das Geräusch ist ein natürlicher Nebeneffekt und kein Zeichen dafür, ob die Behandlung „funktioniert“ hat oder nicht. Viel wichtiger ist die gezielte Ausführung des Impulses – nicht das Geräusch selbst.
Aus gesundheitlicher Sicht gibt es keinen Grund zur Sorge, denn es sind keine schädlichen Auswirkungen dieses Phänomens bekannt.
Warum sind zu Beginn mehrere Termine notwendig?
Viele Beschwerden, mit denen Menschen in die Praxis kommen, entstehen nicht über Nacht – sie entwickeln sich oft über Monate oder Jahre. Damit sich spürbare und nachhaltige Veränderungen einstellen, braucht es daher meist mehrere Behandlungen, vor allem zu Beginn.
Ein guter Vergleich ist das Training im Fitnessstudio: Wer nur einmal hingeht, wird kaum Fortschritte sehen. Erst durch Wiederholung baut sich Kraft und Stabilität auf – genauso verhält es sich mit der chiropraktischen Behandlung.
Wie häufig Termine anfangs sinnvoll sind, hängt ganz von Ihrer persönlichen Situation ab. Oft empfiehlt sich ein regelmäßiger und engmaschiger Behandlungsrhythmus, um dem Körper zu helfen, alte Muster zu verändern und neue Beweglichkeit zu entwickeln.
Auch wissenschaftliche Studien zeigen: Gerade zu Beginn können regelmäßige chiropraktische Behandlungen sehr effektiv sein – sowohl kurzfristig als auch mit langfristigem Nutzen.
In einer US-amerikanischen Studie mit chronischen Kopfschmerzpatient:innen zeigten sich besonders gute Erfolge, die sogar ein Jahr nach der Behandlung noch messbar waren.
Ein durchdachter Start mit mehreren Terminen schafft die Grundlage für langfristige Ergebnisse – in Ihrem Tempo und abgestimmt auf Ihre Bedürfnisse.
Quelle: Haas M, et al. The Spine Journal, 2010.